About: Circe

But in a solitary life, there are rare moments when another soul dips near yours, as stars once a year brush the earth. Such constellation was he to me.

-Circe by Madeline Miller

“Circe” by Madeline Miller is currently all over the place: in every bookstore displayed and hyped on Instagram and various book blogs, the book cover seems to be everywhere. Of course, I had to get my hands on it, to see if it is worth the hype (and to contribute to the overflowing mass of reviews and comments).

The book tells the story and path of the nymph Circe, inspired by Greek Mythology. Daughter of the god Helios and of the nymph Perse, it is obvious, that she is not an ordinary nymph. Her childhood turns out to be difficult, her otherness incurs the contempt of her family. She eventually discovers her powers (as a witch). After an incident, her true powers become public and her father sends her into exile. She is forced to stay on a lonesome island, to which visitors barely find their way.

“Circe” is a novel which portraits an extraordinary woman, who becomes self-confident, powerful and wise throughout the book. The reader joins her on her journey: how she meets heroes and gods, mortals and immortals, as well as monsters and lovers. But also, how she makes mistakes, as well as wonders, how she learns and grows. She develops from a girl, that is ignored, despised and who sees herself as monster, to a confident and strong woman in a world in which women are a means to an end for truce alliances.

Even though I knew the myth of Circe, I enjoyed reading the novel, it being compelling and gripping. It is no original story, it has been told many times before, but still this version has its worth of existence, as it is told of the perspective of Circe. (?) In addition to that the novel is written very visual, sensual and vivid: you can imagine the sounds and smells as you read it. It is fun to read this wonderful language. A world, that both seems to be real and magical, is created. With lots of parallels to our society. The world of the gods and titans is cruel and unmoral. That might be the reason why for Circe the exile seems to be more of an escape than a punishment, giving her the opportunity to develop her powers.  At this point: how stupid are the gods to send a witch to an island by herself? It is obvious that she will be working on her skills, becoming more dangerous for the gods. However, all in all, “Circe” gives an impression of Greek Mythology in an entertaining manner.

But not only the unusual story of Circe is worth a read, also her thoughts and conclusions about solitude, love, mortality, but also the acceptance of mistakes and the way she is treated and how she acts as a woman are enriching (key word: pigs).

Everyone interested in Greek mythology will have fun with this one, as it is an entertaining retelling. The novel is well written, gripping and has lots of interesting topics. However, it did not touch me on a personal level, this meaning I won’t give the highest rating. I was impressed by the character of Circe, I was interested in the elements of Greek mythology in it, but I missed the personal connection on a deeper level.

Favourite Quote: “The truth is men make terrible pigs.” p. 172

Rating: 3,5

Über “Ich bin Circe” von Madeline Miller

„Ich bin Circe“ von Madeline Miller scheint derzeit in jedem Buchladen als der Tipp ausgestellt sein, Instagram und Buchblogs sind überflutet und das Buchcover scheint mir andauernd ins Gesicht zu springen. Natürlich musste ich mir eine Ausgabe holen, um zu schauen, ob an dem Hype auch etwas dran ist. Und natürlich auch, um zu der sowieso schon bestehenden Menge an Rezensionen noch mehr hinzuzufügen.

Das Buch erzählt die Geschichte und den Lebensweg der Nymphe Circe, inspiriert von der griechischen Mythologie. Tochter des Gottes Helios und der Nymphe Perse, ist bereits direkt nach ihrer Geburt klar, dass sie keine gewöhnliche Nachkommin ist. Ihre Kindheit erweist sich als schwierig, ihre Andersartigkeit zieht die Verachtung ihrer Verwandtschaft mit sich. Sie entdeckt ihre Fähigkeiten und ihre Macht. Als schließlich diese durch einen Vorfall bekannt werden, schickt ihr Vater sie ins Exil. Sie wird auf eine einsame Insel verbannt, auf die sich nur selten Besucher verirren, dennoch ist Circes Weg voller Begegnungen, Intrigen und Machtspielchen und sie versucht ihren Platz zwischen den Unsterblichen und Sterblichen zu finden.

„Ich bin Circe“ ist ein Roman, der von einer außergewöhnlichen Frau erzählt, die innerhalb des Romans zu Selbstvertrauen, Stärke und Weisheit gelangt. Der Leser verfolgt dabei ihren Werdegang: wie sie über Jahrhunderte Helden und Göttern, auch Sterblichen und Unsterblichen und Monster und Liebhabern begegnet. Wie sie sowohl schlechte Taten, als auch gute vollbringt, wie sie lernt und wächst. Sie entwickelt sich dabei von einem Mädchen, das unbeachtet und verachtet wurde, sich selbst als Monster sieht, zu einer selbstbewussten uns starken Frau- und das in einer Welt, in der Frauen als Mittel zum Zweck, für Bündnisse und Verhandlungen, benutzt werden.

Auch wenn mir die Geschichte von Circe bekannt war, war der Roman dennoch spannend und fesselnd erzählt. Dabei handelt es sich natürlich um keine neue Geschichte, diese wurden bereits etliche Male berichtet, trotzdem hat der Roman seine Berechtigung. Erzählt aus der Perspektive von Circe, gibt dies dem Leser einen völlig neuen Blickwinkel. Dazu ist der Roman sehr visuell, sinnlich und lebhaft erzählt: man kann Gerüche, Geräusche und Gefühle gut nachempfinden. Es macht eine Menge Spaß, die wunderbare Sprache zu lesen und gleichzeitig lebendige Bilder im Kopf zu haben. Es wird eine Welt kreiert, die magisch und real zugleich erscheint, mit Parallelen zu unserer Gesellschaft. Die Götter, die selbstsüchtig auf ihren Vorteil bedacht, Menschen unglücklich lassen, um deren Abhängigkeit zu garantieren Sie sind rücksichtslos, sensationslustig, unmoralisch und grausam. Deswegen scheint es Circe eher Rettung als Bestrafung zu sein, in Solitude auf ihrer Insel zu leben und sich vollends auf ihre Fähigkeiten zu konzentrieren. An dieser Stelle: Wie blöd ist es eigentlich eine Hexe auf eine einsame Insel zu schicken? Ist doch irgendwie klar, dass sie ihre Macht entwickeln wird und nicht Däumchen dreht. Es macht sie gefährlicher und unberechenbarer, aber das haben die Götter wohl nicht wirklich durchdacht… Wie auch immer, die Welt vermittelt zugleich einen nahen, als auch weit entfernten Eindruck. Insgesamt bringt der Roman aber unterhaltsam die griechische Mythologie näher.

Aber nicht nur die außergewöhnliche Geschichte von Circe macht dieses Buch lesenswert, auch ihre Erkenntnisse über Themen wie Einsamkeit, Liebe, Sterblichkeit und Unsterblichkeit, als auch die Akzeptanz von Fehlern und der Umgang damit, sind bereichernd. Vor allem aber auch, wie sie als Frau behandelt wird und handelt (Schlüsselwort: Schweine).

Jeder, der Interesse hat, sich mit der griechischen Mythologie in einer unterhaltsamen Art und Weise zu befassen, wird hier fündig werden. Der Roman ist mehr als gut geschrieben, unterhaltsam und weist interessante Themen auf. Allerdings hat es mich jetzt nicht persönlich weitergebracht oder tiefgehend bewegt, weshalb es nicht die höchste Bewertung bekommen kann. Mich hat der Charakter der Circe beeindruckt, ich fand die Elemente der griechischen Mythologie spannend und interessant, allerdings fehlte mir persönlich der Bezug.

Lieblingszitat: “The truth is men make terrible pigs.” p.172

Rating 3,5